Der Stapel muss kleiner werden!

„Vielleser verringern Volumen“

Damit ist natürlich das Volumen vom Bücherregal gemeint. Ständig kommen neue Hardcover und Taschenbücher hinzu und irgendwann ist nicht einmal mehr Platz für eine Novelle.
Das wollen wir ändern!

Vorsatz: Bis zum Jahresende 2022 sind 12 Bücher aus dem Stapel ungelesener Bücher gelesen.

Damit das kein Vorsatz bleibt, der sich am Jahresende frustrierend anfühlt, lade ich jeweils

am zweiten Montag im Monat um 20:00 Uhr

zu einer Stunde gemeinsamen SuB-Abbau ein. Trefft eine Verabredung mit anderen Teilnehmern und bringt euer Buch als Plus1 mit. Ihr werdet sehen, wie schnell ihr eurem Ziel näher kommt. Der Link ist für das ganze Jahr gültig.

Nächstes gemeinsames Lesen:
Montag, 11. Juli, ab 20:00 Uhr

Meeting-ID: 899 1672 2697

Kenncode: 221394


Der Stapel meiner ungelesenen Bücher hat eine beängstigende Höhe erreicht. Seit 2017 habe ich mich an keine Disziplin beim Kaufen, Tauschen und in Gewinnspielen gehalten, sodass mein Regal nun unmissverständlich in den Streik getreten ist und um keine weiteren gedruckten Werke mehr aufnimmt, bevor nicht wenigstens ein Regalbrett gelesen wurde.

Sicher kennt jeder das Gefühl, nachdem man ein hervorragendes Buch ausgelesen hat und es noch weitere Ausgaben von dieser Serie / Trilogie / Autor:in gibt. Dank der 24-Stunden-Verfügbarkeit mancher Buchläden sind die Fortsetzungen rasch bestellt und werden dann aus Zeitmangel erstmal ins Regal gestellt. Dort stehen sie bis man das aktuelle Buch ausgelesen hat, dem natürlich noch ein paar Rezensionsexemplare folgen. Vielleicht entdeckt man in der Zwischenzeit noch eine tolle Trilogie, von der man ebenfalls nur den ersten Band liest und – ihr ahnt es schon – die anderen beiden Bände gesellen sich zu den anderen ungelesenen.

Mein SuB ist derzeit rund vierzehneinhalb Meter hoch. Würde ich also mit dem Stapeln an der Haustür beginnen, reichen die letzten Bücher bis unters Dach eines vierstöckigen Hauses. Das Regal konnte mich also überzeugen und ich nehme die Herausforderung an:

#3V – Vielleser verringern Volumen

Diese zwölf Bücher habe ich mir für 2022 vorgenommen.

  1. Die brennenden Kammern von Kate Mosse
  2. Die Frau des Ratsherrn von Joël Tan
  3. Die Frauen der Wolkenraths von Elke Vesper
  4. Die Toten von Sandhamn von Viveca Sten (gelesen im Juni)
  5. Die Hebamme von Sylt von Gisa Pauly (wird gerade gelesen)
  6. Kühn hat Ärger von Jan Weiler (gelesen im Februar)
  7. Die Schrift des Todes von C. J. Sansom
  8. Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen von Silvia Stolzenburg (gelesen im Juni)
  9. Sommergäste von Agnes Krup (wird gerade gelesen: Seite 165 von 366)
  10. Die Ärztin – Stürme des Lebens von Helene Sommerfeld
  11. Kain und Abel von Jeffrey Archer (gelesen im Mai)
  12. Die Charité – Aufbruch und Entscheidung von Ulrike Schweikert

Lesen wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Stress wird reduziert, man entspannt nach einem Arbeitstag, regt das Hirn an und befriedigt seine Neugier, um einige Vorteile zu nennen. Die 3V-Challenge ist also nicht nur gut fürs Regal, sondern insbesondere für mich.

Die Auswahl kam nicht einfach spontan zustande, sondern vor allem, um in den begonnen Trilogien und Serien weiter zu kommen. Mein Regal sammelt so viele schöne Bücher, die endlich gelesen werden wollen. Außerdem muss ich mich dann bei Cliffhangern nicht mehr bis zum Erscheinen des nächsten Teils gedulden.

SuB 2022 - Abbau bei 2Blogs1Buch

Die brennenden Kammern von Kate Mosse

Der Auftakt dieser vierteiligen Serie widmet sich den Hugenotten. Die Autorin widmet sich erneut in einem historischen Roman den Menschen in Carcasonne. Außerdem habe ich bereits Die Stadt der Tränen hier stehen.

Die Frau des Ratsherrn von Joël Tan

Der Auftakt um den Ratsherrn in Hamburg führt mich ins 13. Jahrhundert zur Dänin Ragnhild. Ich erinnere mich noch genau, wie mich dieses Buch in der Buchhandlung gar nicht lange überreden musste, adoptiert zu werden. Auch seine zwei Verwandten zogen bei mir ein. Nur gelesen wurden sie nie ganz. Das soll sich jetzt ändern.

Die Frauen der Wolkenraths von Elke Vesper

Als ich mir dieses Buch kaufte, ahnte ich nicht, dass es eine fünfteilige Serie wird. Ich verließ mich auf die begeisterten Rezensionen und fand das Cover ansprechend. Selbstredend stehen die anderen vier Teile ebenfalls im Regal, ohne auch nur mehr als das erste Kapitel gelesen zu haben.

Die Toten von Sandhamn von Viveca Sten

Die ersten beiden Fälle im Schwedischen Scherengarten haben mich schon gut unterhalten. Ich mag Krimis ja nicht zu blutig, aber sie sollen trotzdem spannend sein und mich überraschen. Auch hier gucke ich gerne auf die landschaftlich passenden Coverbilder und habe noch sieben Bände vor mir.

Viveca Sten hat mich schon bei Band 1 mit ihrem Erzählstil beeindruckt. Sie erzählt spannende Krimis mit für mich heftigen Szenen, ohne dass es mir zu blutig ist. Auch der dritte Teil zeigt wieder ein anderes Sandhamn, wie es vermutlich die Touristen sehen. Die Entwicklung der Hauptfiguren nimmt nun natürlich auch Fahrt auf, sodass ich wohl ab Band 4 keinen Quereinstieg mehr empfehlen kann.

Die Hebamme von Sylt von Gisa Pauly

Die historische Trilogie aus der Feder einer Krimiautorin musste ich natürlich auch ungelesen besitzen. Nordsee und historisch funktioniert bei mir wie ein Magnet bei Metall.

Kühn hat Ärger von Jan Weiler

Martin Kühn hatte mich bereits im ersten Fall überzeugt. Der leicht lakonische Kommissar hatte seinerzeit zu tun, nun plötzlich Ärger. Seine Diätversuche habe ich versehentlich gelesen, ohne die Chronologie einzuhalten. Normalerweise achte ich ja darauf, um mir nichts vorweg zu nehmen.

Tatsächlich kann man bei dieser Krimisiere auch Teil 3 vor Teil 2 lesen. Man spoilert sich nicht. Jan Weiler ist bei der Charakterisierung eine Mischung aus beruflichen Stress und privaten Problemen gelungen. Die beiden Sachen lassen sich ja schlecht trennen und wirken eben auch auf die Stimmung des Menschen.

Die Schrift des Todes von C. J. Sansom

Matthew Shardlake ermittelt bereits im sechsten Fall und auch Band 7 ist schon eingezogen. Der britische Professor schreibt sogar schon am achten. Es wird also höchste Zeit für die Schrift des Todes.

Die Salbenmacherin und der Stein der Weisen von Silvia Stolzenburg

Olivera konnte mich schon auf ihrem Weg von Konstantinopel nach Nürnberg überzeugen. Der fünfte Band ist daher vielleicht nicht mehr so überraschend, aber dennoch ein Must-Read, zumal es auch hier schon eine Fortsetzung gibt.

Die Serie um Salbenmacherin Olivera kann gar kein Reinfall sein. Die Fälle sind perfekt in die Epoche eingefügt und dabei spannend. Ein bisschen Angst haben musste ich auch wieder, dass sich die entschlossene Frau nicht doch mal wieder in eine ausweglose Situation gebracht hat.

Sommergäste von Agnes Krup

Bei diesem Buch war es wieder das Cover. Die Möwen vermitteln Meeresstimmung. Sommergäste lassen mich automatisch an meine Lieblingsjahreszeit denken. Wieso lag dieses Buch also zwei Jahre auf dem SuB? Ich weiß es nicht.

Die Ärztin – Stürme des Lebens von Helene Sommerfeld

Bei dieser Trilogie haben mich die Cover eher am Lesen gehindert. Durch eine Buchvorstellung anlässlich der Preisverleihung des Homers 2018 musste ich es allerdings lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich musste wissen, wie es mit Ricarda Thomasius weiter geht. Der Anspruch ist allein wegen der detaillierten Medizingeschichte hoch. Das Buch gehört definitiv nicht auf den SuB und ist da dennoch irgendwie gelandet.

Kain und Abel von Jeffrey Archer

Der britische Autor überzeugte mich bereits mit den sieben Bänden um Harry Clifton. Von ihnen stand keins länger als zwei Tage im Regal. Es stand also außer Frage, dass ich die Trilogie um Kain und Abel auch lesen werde. Die blauen Cover sehen auch ziemlich ansprechend aus, aber Archer arbeitet ja immer mit Cliffhanger, sodass man hier besser erst alle Teile einer Reihe besitzt. Nun gilt die Entschuldigung aber nicht mehr.

Ich habe Harry Clifton geliebt und konnte kaum das Erscheinen des nächsten Bandes abwarten. Ich wusste, dass Kain und Abel lange vor Harry entstanden ist. Ich habe aber irgendwie etwas anderes erwartet. Die Figuren waren nur gut, oder eben nur hinterhältig. Jede Aktion ist clever und der Leidtragende steht immer doof da. Normalerweise drückt man ja dem Helden die Daumen. Hier fehlte mir eindeutig die Sympathie für irgendeine Figur.

Die Charité – Aufbruch und Entscheidung von Ulrike Schweikert

Die Trilogie um die Berliner Charité zeigt die Lebenssituation der Schwestern am Anfang des 20. Jahrhunderts. Schon der erste Teil um die Hebamme Martha hat mich gefesselt, obwohl ich sonst um das Thema einen Bogen mache. Mit dem Lesen will ich allerdings vor Juli fertig sein, weil dann der Abschlussband erscheint.


Zwölf Bücher in einem Jahr hört sich nicht viel an. Tückisch schleichen sich aber immer neue Bücher heran, die das sofortige Lesen einfordern. Jetzt habe ich es aber gesagt und werde mein Versprechen an die 12 auch einhalten. Zur Unterstützung habe ich mir einige Mitstreiter gesucht. Gemeinsam werden wir die Regale leeren und nutzen dafür den Hashtag #3V. Es sind übers Jahr einige Aktionen geplant, um am Ball zu bleiben. Gemeinsam ist es sowieso lustiger, aber bei den vielen Buchtipps könnte auch der Stapel wieder höher werden.

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3V-SuB-Abbau 2022 - Regeln

Ein Gedanke zu “Der Stapel muss kleiner werden!

  1. Kerstin schreibt:

    Ich bin gerne bei der Aktion dabei. Habe meine 12 Bücher gerade auf dem Blog und Co veröffentlicht. Für mich ein guter Anreiz den Büchern aktiv Zeit zu widmen. Meine gekauften Bücher stecken viel zu oft hinter den Rezensionsexemplaren zurück.
    Beim ersten Zoom Meeting bin ich vermutlich nicht dabei bzw. stosse ggf. später dazu, je nachdem wie lange ihr macht. Bei uns ist Teamsitzung angesagt.
    Liebe Grüße
    Kerstin

    Gefällt 1 Person

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