Der Mann der zweimal starb - Cover

Der Donnerstagsmordclub ermittelt wieder

Der Mann der zweimal starb von Richard Osman

Elizabeth geht nichtsahnend zum Briefkasten und erhält die Nachricht, dass ein ehemaliger Kollege der MI5-Agentin ihre Hilfe benötigt. Sie zögert nicht lange und fährt mit ihrer Freundin Joyce zum Treffpunkt. In einem unauffälligen Haus hat sich Douglas mit einer jungen Frau zurückgezogen. Es geht um einen Diamantenraub in Höhe von 20 Millionen Pfund. Nun sucht ihn die Mafia von New York und der in kriminellen Kreisen überaus einflussreiche Geschädigte. Der Donnerstagsmordclub bekommt also wieder etwas zu tun. Leider müssen sie dieses Mal auf Rons Hilfe verzichten. Er wurde nämlich von einem jugendlichen Kriminellen überfallen und liegt im Krankenhaus.

Der zweite Fall für den Donnerstagsmordclub von Richard Osman kann an Humor und Tempo gegenüber dem Auftakt zulegen. Die Rentner von Coopers Chase stellen von der ersten Seite an die richtigen Fragen zu den Vorfällen, die die Spannung bis zum Schluss tragen. Die Hauptfiguren um Agentin Elizabeth sind die ehemalige Krankenschwester Joyce, die mit ihrem pragmatischen Denken jede blutige Szene relativiert. Weiterhin gehören der kämpferische Ron und der Ex-Psychiater Ibrahim zum Team. Gemeinsam bringen sie so viele Wendungen in die Handlung, dass man als Leser immer wieder auf falsche Fährten gelockt wird. Ihre Gegner sind nicht immer Jugendbanden, die ein Handy gestohlen haben. In diesem Fall wecken sie die Aufmerksamkeit des organisierten Verbrechens. Die Mafia kündigt Douglas einen kurzen Prozess an, wenn sie die Diamanten nicht zurückbekommen. So einfach ist das allerdings nicht; er hat sie sich nämlich ebenfalls stehlen lassen.

Helden mit Alltagsorgen

Der Mann der zweimal starb ist ein würdiger Nachfolger vom Donnerstagsmordclub. Die zu lösenden Fälle sind komplexer, die Ermittlungen erfordern mehr Geschick und der Humor lässt noch häufiger Auflachen. Trotz der witzigen Situationen schafft es der britische Autor und Comedian, ernste Themen rund ums Älterwerden einzuflechten. Es geht dabei um Vergänglichkeit, schwindende Gesundheit und ganz normale Alltagssorgen. Diese Einschübe schaffen es immer wieder, dass die turbulente Ermittlungsarbeit plausibel bleibt. Körperliche Beschwerden traut man dem Dreamteam eigentlich gar nicht zu, aber man muss sich vergegenwärtigen, dass es tatsächlich Senioren sind. Der Erzählstil bringt die Figuren näher, schafft Empathie und lässt mit ihnen mitfiebern. Die kurzen Kapitel schaffen rasche Perspektivenwechsel, sodass man immer auf dem Laufenden ist, aber eben auch schlecht das Lesen unterbrechen kann. Ein kleines Kapitel geht immer noch. Außerdem erfährt man so viel über das Leben der Figuren.

Richard Osman hat die vier Ermittler vom Donnerstagsmordclub ihren zweiten Fall lösen lassen. Die komplexe Handlung wird mit genügend Humor und wenig blutigen Szenen spannend präsentiert. Er lässt seine Figuren zwar wie ein Top-Team einer Spionageabteilung erscheinen, lässt ihnen aber auch ihren Alltag. Trotz Gebrechen und schwindender Gesundheit sind sie immer noch in der Lage, es mit den Größen des Verbrechens aufzunehmen. Der dritte Fall steht bereits jetzt auf meiner Wunschliste.

Leseprobe

Eine weitere Meinung zu Der Mann, der zweimal starb findet ihr in Ullas Leseecke.


© Penguin Books UK

Richard Osman ist Autor, Fernsehmoderator und Produzent. Sein Debüt, Der Donnerstagsmordclub, war ein internationaler Riesenerfolg. Der Mann, der zweimal starb ist sein zweiter, gleichwohl erstbester Roman. Er lebt in London. (Quelle: Ullstein Verlag)


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  • Herausgeber: ‎List Hardcover
  • erschienen am 21. Januar 2022
  • Broschiert: ‎448 Seiten
  • ISBN-13: ‎978-3471360132
  • Originaltitel: ‎The Man Who Died Twice

Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Ullstein Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung hat es nicht beeinflusst.

Reihenfolge

  1. Der Donnerstagsmordclub
  2. Der Mann, der zweimal starb

2 Gedanken zu “Der Donnerstagsmordclub ermittelt wieder

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