Struktur in Blogtexten - Titelbild

Aus dem Ärmel geschüttelt

Gute Texte sind harte Arbeit

Bloggen ist gar nicht so schwer. Jedenfalls nicht, wenn man sich schon vorm Start mit ein paar Dingen vertraut macht. Auch beim Buchblog muss das Rad nicht ständig neu erfunden werden, sondern vielmehr die eigene Rezension zu einem Thema spannend erzählt werden. Wenn das die Schwierigkeit ist, bekommt ihr in diesem Artikel ein paar Tipps an die Hand.

Was sieht man von einem Artikel als erstes? Natürlich die Überschrift. Sie ist das Lockmittel und sollte einen zweiten Blick veranlassen. Gleichzeitig muss der Leser natürlich erkennen, um was es im Text geht. Ihr wolltet eben sicher wissen, was ich mir auf einem Buchblog so aus dem Ärmel schütteln würde und habt deswegen weiter gelesen. Die zweite Überschrift, oder Sub-Headline wie der Profi sie nennt, beschreibt genauer, dass es sich hier um Textarbeit handelt. Vermutlich stehen die meisten Blogger vor dem Problem, dass ihnen irgendwann die Themen ausgehen. Dabei sollte man doch regelmäßig Neues veröffentlichen, damit die Leser immer wieder auf den Blog geführt werden. Die Fans werden aber auch anspruchsvoller. Man muss sich immer wieder etwas überlegen, was interessant genug zum Lesen ist. Es muss also die Aussicht auf einen Mehrwert formuliert werden. Der Teaser verrät nicht zu viel, aber verdeutlicht doch, was man am Ende bekommt. Ich verspreche euch ein paar Tipps für gute Blogbeiträge.

Struktur und Mehrwert

In diesem ersten Absatz solltet ihr auf alle Fälle schon mal eure relevanten Keywords unterbringen. Euer geübtes Auge erkennt sicher sofort Buchblog und Rezension. Unter diesen Schlagwörtern möchte ich gefunden werden. Daher füge ich eins der beiden auch jeder URL hinzu. Sie bleiben meist sowieso in der unsichtbaren Anzeige, sodass sich niemand daran stört. Google weiß es aber trotzdem. Überlegt euch auch, wie ihr die Leser ansprechen wollt. Wer eure Leser sind, könnt ihr mit der Persona-Datei herausfinden. Den gewählten Ton behaltet ihr bei, damit sich die Leser bei euch heimisch fühlen. Denkt außerdem daran, dass lange Schachtelsätze schwer zu lesen sind und viele Leser auf dem Heimweg in den Öffis kurz durch die Neuigkeiten scrollen. Kurze Sätze sind also mehr wert als lange. Manche Leser werden zu echten Fans, weil sie sich in eurer Community wohl fühlen. Erst jetzt ist die Regelmäßigkeit der Veröffentlichung relevant. Wenn ihr also immer mittwochs eine neue Rezension postet, solltet ihr euch diese Deadline jede Woche in den Kalender schreiben. Die Insights eurer Kanäle geben euch Aufschluss, zu welchen Zeiten die meisten Leser auf euren Blog surfen.

Wordpress Statistik
Die genauen Erläuterungen, welche Daten ihr erheben könnt, erhaltet ihr direkt auf der Hilfeseite von WordPress.

Ihr habt dann aber nicht immer Texte mit mindestens 3.000 Zeichen? Diese Länge wird von den Suchmaschinen als „relevanter Text“ eingestuft. Zusätzlich sollte er aber noch gut strukturiert sein und Bildmaterial mit Unterschrift enthalten. Bevor ihr jetzt abwinkt, schreibt einfach einen kürzeren Text. Keiner hindert euch, diesen später noch zu ergänzen. Bei manchen Fachartikeln ändern sich sogar die Fakten, sodass man immer mal wieder alte Beiträge auf Richtigkeit prüfen sollte. Vielleicht hat man dann ja auch ein Bild parat, das den Text auflockert. Verlinkungen zu anderen Artikeln sind ebenfalls wichtig für das eigene SEO (Search Engine Optimization). Ihr braucht bei guten Texten auch keine Angst zu haben, dass ihr damit die Leser zu anderen Blogseiten leitet. Sie schätzen eher die umfangreiche Information, die ihr zur Verfügung stellt. Ein weiterer Mehrwert sind Zitate. Sie schaffen gleichzeitig Nähe. In jedem Zeitungsartikel wird ein gesprochener Satz verwendet, damit die Distanz zum Leser überbrückt wird. Wenn ihr nicht wörtlich zitiert, achtet aber auf den Konjunktiv.

Der letzte Schliff

Zum Schluss muss auf das Gesamtbild geachtet werden. Schreibt nicht alles hintereinander weg, sondern in Absätzen. Diese ordnet ihr mit Zwischenüberschriften, sodass das Auge direkt Ankerpunkte hat. Online wird mehr gescrollt als in gedruckten Medien. Daher sind Wörter in Fettdruck wichtig, damit der Leser auf einen Blick erkennt, was er in diesem Text erwarten kann. Es ist leider so, dass online auch die Aufmerksamkeitsspanne reduziert ist. Eine augenfreundliche Schriftgröße und nicht zu viele Farben sind ebenfalls ratsam, damit die Artikel gelesen werden. Bilder und Text sollten vom Verhältnis ausgewogen sein. Falls ihr euch für Werbung entschließt, geht auch damit sparsam um und kennzeichnet sie in jedem Fall.

Zu guter Letzt ist natürlich das Korrekturlesen ein Muss. Auch die besten Programme können mal einen Fehler nicht anzeigen, weil sie schlichtweg das Wort nicht kennen. Je besser nun noch die Satzgestaltung vorgenommen wird, desto einfacher lässt sich der Text anschließend lesen. Wie hat schon Goethe geschrieben: „Verzeiht mir den langen Brief. Für einen Kurzen fehlte mir die Zeit.“ Wer sich aber vorher über die Struktur Gedanken gemacht hat und sich auch beim Schreiben daran hält, sollte schon fast am Ende angelangt sein. Es fehlen jetzt nur noch die kurzen Texte, um den Blogartikel auf den Social Media Kanälen anzukündigen. Apropos Social Media … mit Canva könnt ihr auffällige Bilder kreieren, die dann auch noch in den perfekten Maßen für Instagram und Co. erstellt werden. Derartige Twists lenken dann auch noch auf weiterführende Artikel auf eurem Blog. Irgendwann habt ihr dann ein so großes Repertoire, dass man sich stundenlang auf eurer Webseite tummeln kann. Jetzt nochmal zur Eingangsfrage: Ist es schwierig, gute Blogartikel zu schreiben, wenn man diese Tipps beherzigt?

Das waren jetzt übrigens 5.433 Zeichen.

Checkliste:

  • Überschrift (Hingucker)
  • Teaser (neugierig auf den Text machen)
  • Keyword in Titel und Inhalt (in den ersten 30 Worten)
  • Ansprache der Leser auf Zielgruppe abstimmen
  • Kurze Sätze
  • Meinung verdeutlichen
  • externe Verlinkungen (Meinung belegen)
  • rund 3.000 Zeichen
  • Bilder mit Unterschriften und Alt-Text
  • Zitate und/oder Interviews

bevor du veröffentlichst:

  • Übersichtliches Gesamtbild
  • angenehme Schriftgröße
  • Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Variation zwischen Text und Elemente stimmig
  • Text redigieren
  • Werbung kennzeichnen
  • Ankündigung über Social Media

Trag jetzt am besten die nächste Deadline ein, damit du regelmäßig veröffentlichst. Dann läuft es mit dem Bloggen.

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