Mörderisch unterwegs - Norddeutschland

Mörderisch unterwegs in Norddeutschland

Zwar sinkt die Anzahl der Straftaten seit 2018, reicht aber immer noch aus, um auch in fiktiven Kriminalromanen eine gewisse Glaubhaftigkeit zu wecken. Hamburg liegt im Bundesvergleich immerhin an dritter Stelle nach Berlin und Bremen. In der Realität blieb in Nordfriesland im Jahr 2019 die Statistik der Spalte Mord leer. Glaubt man den Romanen wird an jeder Ecke gemeuchelt. Eine detaillierte Aufstellung aller Straftaten zeigt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Aber werfen wir einen Blick auf die Spannungsliteratur.

Adam Danowski stresst die Unterwelt

Hamburg wurde schon zur schönsten Stadt Deutschlands gewählt. Auf jeden Fall ist sie das Tor zur Welt. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands hat ein maritimes Flair und bei genauem Hinsehen einen enormen Freizeitwert. Kulturell Interessierte finden ebenso Abwechslung zwischen Elbe, Alster und Bille wie Sportler und Erholungssuchende. Vor 832 Jahren verlieh Barbarossa angeblich die Stadt- und Handelsrechte an Hamburg und legte damit den Grundstein für bedeutende Handelswege. Störtebeker wurde am Grasbrook enthauptet und aus einem Spielbudenplatz entstand eine weltbekannte Amüsiermeile. Die Stadt überstand Feuer, Wasser und andere Katastrophen mit hanseatischer Contenance.

Hamburg, Michel, Elbe

Bei einem Besuch sollte man einmal durch den alten Elbtunnel gehen, die Skyline samt Elphi von der anderen Seite betrachten, entlang der Landungsbrücken zur Speicherstadt schlendern, einen Kaffee in der Deichstraße trinken, bevor man die Altstadt samt Rathaus besucht. Wer immer noch nicht genügend Eindrücke gesammelt hat, läuft entlang der Binnenalster bis zur Außenalster. Die besten Sonnenuntergänge werden auf der rechten Flussseite vorgeführt. Dort gibt es einige Restaurants mit Terrasse. Als Abschluss des Tages bietet sich der Nachtmichel an. In Vollmondnächten hat man von dort aus 82 Meter Höhe einen wunderbaren Blick über den Hafen und die beleuchtete Stadt.

Von der Großstadt in die trügerische Idylle

Wewelsfleth, die größte Gemeinde der Wilstermarsch, blickt auf eine jahrhundertealte Schiffbautradition zurück. Hier ermittelt Oberkommissarin Lyn Harms in bis dato sieben Fällen. Der erste Fall nach der Babypause ist auch nach meinem Empfinden der aufwühlendste. Der Erzählstil treibt die Krimis voran. Einmal begonnen, will man auch wissen, welche Motive hinter der Tat stecken. Die Figuren sind jeweils so gewählt, dass sie dem Leser bekannt vorkommen. Der Fall könnte sich auch genauso vor der eigenen Haustür abspielen, selbst wenn man in einer wenig bewohnten Gegend lebt. Auch in Wewelsfleth scheint man auf den ersten Blick nur entspannt auf den ruhig dahinfließenden Fluss zu schauen. Dass es weit mehr gibt, beschreibt Heike Denzau mit jedem weiteren Band.

Glückstadt, Hafen, Elbe

Der kleine Ort Wewelsfleth an der Mündung der Stör in die Elbe war drei Jahre lang Heimat des Dreimasters Peking, der nun im Museumshafen von Hamburg zu bewundern ist. Die Nähe zu Glückstadt hat den Bewohnern ebenfalls Abwechslung beschert. Bereits 1617 ließ der dänische König Christian IV. den ersten Grundstein für diese pittoreske Stadt vor den Toren Hamburgs legen. Die Historie ist sehr gut erhalten und macht Glückstadt zum Reisetipp in Mörderisch unterwegs. Der Ort liegt an der Bahnstrecke Hamburg – Westerland (Sylt).


Heute gibt es einen weiteren Buchstaben für das Rätsel um den Slogan der Aktion:

be.books unterstützt diese Aktion mit insgesamt 30 E-Book-Links aus den Dranbleiber-Serien, die wir als Tagespreis und im Anschluss an die Aktion als Bundle verlosen werden. Die Antwort auf die Tagesfrage auf dem Facebookaccount ergibt sich aus den vorgestellten Serien. Zusätzlich wird in den jeweiligen Blogartikeln pro Tag ein Buchstabe bekannt gegeben, die zusammengesetzt einen Slogan ergeben. Am 8. Juli habt ihr alle Informationen für das Gewinnspiel zusammen. Dranbleiben lohnt sich also auch bei uns. 


Nördlich von Gut und Böse

Das fiktive Fredenbüll an der Nordsee wirkt nach nunmehr neun Fällen existent. Antjes Schnellimbiss mit den beiden Stehtischen, der Frisörsalon, in dem jede Neuigkeit sofort an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden und natürlich die kleine Polizeidienststelle vermitteln Realität. Gleichzeitig spürt man auch sofort das nordfriesische Flair. Die Figuren sind Unikate ihrer Umgebung. Es wird nicht lang rumgeschnackt, sondern getan, was getan werden muss. Bereitwillig verlassen Bounty, Piet Paulsen und sogar Antje die Hidde Kist, um bei der Ermittlung des Täters zu helfen. Im neunten Fall wollen die Fredenbüller eigentlich ein paar sonnige Tage auf Amrum genießen. Daraus wird aber nichts.

Während im Band 3 bereits ernstzunehmende Sorge bestand, dass die Dienststelle mangels Straftaten geschlossen werden soll, scheint sich jetzt das gesamte organisierte Verbrechen auf das kleine Nordseedorf zu konzentrieren. Die Krimis sind trotz Mordfall noch dem Genre Cosy Crime zugehörig. Wenn Thies Detlefsen mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, hört bestimmt Ehefrau Heike etwas Ungewöhnliches im Nagelstudio. Auch die Zwillinge Tadje und Telje mischen immer kräftiger mit. Die Krimis sind ideal fürs Lesen im Strandkorb, aber auch, um lediglich gedanklich am Meer zu verweilen.


Morgen geht es mit den Deutschen Handlungsorten auf Ullas Bücherseite weiter. Lest, was sie für Tipps bereithält.

Habt ihr die Tipps für Großbritannien bereits gelesen?

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