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Buchgeplauder #1

2Blogs1Buch stöbern durch die Neuerscheinungen

Jedes Jahr gibt es eine Unmenge an neuen Büchern. Gerne würden wir sie alle lesen. Bisher blieb das aber ein Wunschtraum. 2Blogs1Buch lesen immerhin so unterschiedliche Genre, dass wir euch einen breiten Überblick geben können. Damit ihr euch nicht durch den ellenlangen Text lesen müsst, haben wir die Tipps als Podcast zusammengestellt.

Buchgeplauder #1

Im Buchgeplauder #1 vom 23. April 2021 werden diese zehn Titel vorgestellt. Zu einigen ist sogar schon eine Rezension hinterlegt. Da aber vorwiegend Tipps für demnächst erscheinende Bücher gegeben werden, dürfen wir die Meinungen erst zur Veröffentlichung abgeben. Es lohnt sich also, auch später noch in den Beitrag zu lesen.

  1. Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman
  2. Frostmond von Frauke Buchholz
  3. Verlorenes Land von Andreas M. Sturm
  4. Verlorene Engel von Frank Goldammer
  5. Später von Stephen King
  6. Krieg und Kröten (Frostchroniken2) von Susanne Pavlovic
  7. Sweet Goodbye von Camilla Läckberg
  8. Das Leben ein ewiger Traum von Helene Sommerfeld
  9. Die Wahrheit der Dinge von Markus Thiele
  10. Die Verlorenen von Stacy Halls

Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus gestaltet mit mir #2Blogs1Buch. Wir lesen jeweils ein Buch und rezensieren es unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten. Während sich Manuela um die Spannung kümmert, bewerte ich die Historie. Aus der gelegentlichen Zusammenarbeit ist seit 2018 eine feste Facebookgruppe entstanden, die übers Jahr immer wieder Aktionen veranstaltet. Den Podcast Buchgeplauder ist der Auftakt zu den Aktionen anlässlich des Welttag des Buches 2021. Er soll in Abständen fortgeführt werden und Lesenswertes aus den Vorlagsvorschauen empfehlen. Die Liste für den nächsten Podcast füllt sich bereits.

Von unseren Highlights aus dem Buchgeplauder#1 haben wir einige Zusammenfassungen ausgewählt:

Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman

Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman - Cover

Wenn Ian Rankin sagt: “So schlau und lustig. Leider ziemlich gut”, und Val McDermid äußert: „Eine warmherzige, weise und witzige Warnung davor, dass man die Älteren nie unterschätzen darf“, muss ich das Buch einfach lesen.

Vier Senioren treffen sich immer donnerstags, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Handlungsort ist die Seniorenresidenz Coopers Chase in Kent. Man möchte meinen, so eine luxuriöse Seniorenresidenz sei ein friedlicher Ort. Als die fast achtzigjährige Joyce dort einzieht und Elizabeth, Ron und Ibrahim kennenlernt, hat sie jedenfalls noch diese Vorstellung. Die drei sind eine ehemalige Geheimagentin, ein ehemaliger Gewerkschaftsführer und ein ehemaliger Psychiater. Joyce wird Teil ihres Clubs, der sich immer donnerstags im Puzzlezimmer trifft, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Als dann direkt vor ihrer Haustür ein Mord verübt wird, ist der Ermittlungseifer der vier Senioren natürlich geweckt, und selbst der Chefinspektor der lokalen Polizeidienststelle kann nur über ihren Scharfsinn staunen.

Richard Osman ist im britischen Fernsehen Moderator von Quizshows, Produzent und jetzt eben auch Bestsellerautor. Sein Krimidebüt „The Thursday Murder Club“ war in England direkt auf Platz 1. Der Krimi ist der Auftakt einer Serie über vier Bewohner eines eigentlich sehr friedlichen Altenheims im Süden Englands. Für zwei weitere Bücher hat Osman bereits unterschrieben. (ET 3. Mai im List Verlag)

Verlorenes Land von Andreas M. Sturm

In der Äußeren Neustadt von Dresden wird ein Mann erschossen aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen stößt Volkspolizist Uwe Friedrich auf die Verbindung des Ermordeten mit der Devisenbeschaffungsgesellschaft KoKo. Daraufhin entzieht die Staatssicherheit der Kriminalpolizei den Fall. Uwe kann das nicht akzeptieren und setzt die Nachforschungen auf eigene Faust fort. Arglos recherchiert er in der Vergangenheit des Opfers; dabei legt er Zusammenhänge offen, die hohe Offiziere von Volkspolizei und Stasi schwer belasten, und gerät selbst in ein gefährliches Netz aus Korruption und Machtmissbrauch.

Manuela hat Verlorenes Land von Andreas M. Sturm gelesen. Sie sagt: „Es sind diese Bücher die uns immer wieder vor Augen führen, das es in jedem System Menschen gibt, die immer ihr Bestes geben für Recht und Gerechtigkeit, die aber auch einsehen, dass es manchmal nötig ist Kompromisse einzugehen und mit den Wölfen zu heulen.Ich vergebe für Verlorenes Land eine absolute Leseempfehlung.“

Verlorene Engel von Frank Goldammer

Verlorene Engel von Frank Goldammer - Cover

Kommissar Max Heller ermittelt in Verlorene Engel bereits seinen sechsten Fall. 1956 werden in Dresden immer wieder Frauen vergewaltigt. Eine Frauenleiche findet man unter einer Brücke an der Elbe. Schnell sind zwei russische Soldaten verdächtig. Je länger Heller ermittelt, desto aufgebrachter wird die Bevölkerung und zieht bald selbst los, den vermeidlichen Täter zu richten. Heller hat aber auch zu Hause genügend Aufregung, um die er sich selber kümmern muss. Der Krimi ist gewohnt fesselnd, leicht düster und hat einen Plot, den man nicht so schnell durchschaut. Nebenbei wird noch eine Menge sozialkritische Historie vermittelt. Die Rezension zu diesem Krimi findet ihr in einem separaten Beitrag und später auch auf im Bücherhaus. (ET 23. April bei dtv)

Das Leben ein ewiger Traum von Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld kannte ich bereits von der Trilogie um Ärztin Ricarda Thomasius. Diese neue Trilogie um die Polizeiärztin Magda Fuchs handelt ebenfalls in Berlin in den 20-er Jahren. Die Goldenen Zwanziger wurden ja bekanntlich nicht überall gefeiert, sondern nach dem Großen Krieg gab es viel Elend und vor allem Kriminalität. Magda kümmert sich schon bald um die Kinder, die zurückbleiben, oder selber Opfer von Misshandlungen wurden. Außer ihr finden sich noch weitere starke Frauen, die ihre gewonnene Unabhängigkeit jetzt nicht mehr zurückgeben wollen.

Hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Autoren-Ehepaar, das es versteht, Historie ungeschönt zu zeigen und mit fiktiven Figuren lebendig werden zu lassen. Auch bei Magda hatte ich wie schon bei Ricarda das Gefühl, dass man sich selbst beim Lesen komplett in das Thema einfühlen kann. Bei Magdas Tagesgeschäft ist es aber nicht immer leicht zu verdauen. Auch diesen Roman haben das Bücherhaus und Frau Goethe bereits besprochen. (ET 18. März bei dtv)

Sweet Goodbye von Camilla Läckberg

Sie ist Schwedens erfolgreichste Autorin und wir kennen sie wohl alle aus der zehnteiligen Serie aus Fjällbacka. In ihrem neuen Krimi geht es um vier privilegierte Teenager aus Stockholm. Dank des Reichtums ihrer Eltern alles leisten, was sie sich wünschen. Am Silvesterabend feiern Max, Liv, Anton und Martina gemeinsam im puren Luxus. Austern und Kaviar werden aufgetischt, der Champagner fließt in Strömen. Eine ausgelassene Party, wie es scheint. Aber dann fordert Liv ihre Freunde zu einem harmlosen Spiel auf – das wir bestimmt auch schon alle mal irgendwann gespielt haben – und bringt damit einen Stein ins Rollen. (ET 2. August List Verlag)

Die Verlorenen von Stacy Halls

Der Roman spielt in London im Jahre 1754. Bess lebt in bitterer Armut, sodass sie keine andere Möglichkeit sieht, als ihr Kind ins Waisenhaus zu geben. Sechs Jahre spart sie, damit sie ihre Tochter von dort wieder zu sich holen kann. Allerdings erfährt sie, dass der Säugling kurz nach der Einlieferung bereits abgeholt wurde. Es steht sogar ihr eigener Name auf dem Formular. Bess beschließt, ihre Tochter zu suchen und muss dabei gegen gesellschaftliche Regeln kämpfen.

Die britische Autorin zeigt in ihrem zweiten Roman, dass sie Geschichte authentisch mit Fiktion verweben kann, sodass man Empathie für die Figuren aufbringen kann und diese Zeit der Klassengesellschaft nicht vergessen wird. Die Verlorenen ist ganz großes Kino. (ET 1. März Piper Verlag)

Frostmond von Frauke Buchholz

Seit Jahren verschwinden junge Frauen indigener Herkunft spurlos entlang des Transcanada-Highways. Für die Polizei scheinen diese Verbrechen keine Priorität zu haben. Doch als die 15-jährige Jeanette Maskisin in Montreal tot aufgefunden wird und die Medien darüber groß berichten, werden die Ermittler LeRoux und Garner auf den Fall angesetzt. Im Cree-Reservat im hohen Norden Quebecs stoßen die Polizisten auf Ablehnung. Es werden weitere Opfer befürchtet und auch der Täter wird zur Zielscheibe – jemand hat blutige Rache geschworen.

5 Gedanken zu “Buchgeplauder #1

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