Gute Vorsätze fassen und fallen lassen

Was wurde im Januar aus den Plänen?

Vor einem Monat begann das neue Jahr. Schon im Dezember hatte ich überlegt, was ich auf meinem Blog ändern könne oder was neu hinzugefügt werden sollte. Einige Ideen hatte ich und noch mehr habe ich aber auch wieder verworfen. Aber ich hatte mir zu Beginn des Jahres auch Ziele gesetzt. In der Projektplanung ist die ständige Kontrolle, ob man diese erreicht, das A und O. Nach einem Monat habe ich also nicht nur geguckt, ob ich zahlenmäßig auf dem richtigen Weg bin, sondern auch, ob sich meine Ideen überhaupt so umsetzen lassen.

Im Januar konntet ihr 7 Rezensionen lesen. Mein bevorzugtes Genre scheint der historische Krimi zu sein. Mein Monatshighlight war nicht eindeutig zu benennen. Totenland von Michael Jensen hat mich genauso überrascht wie Der rote Judas von Thomas Ziebula. Beiden Krimis werden noch weitere Fälle folgen. Mit Juni 53 von Frank Goldammer habe ich mich ebenfalls sehr kurzweilig unterhalten lassen. Bekennender Fan bin ich von der Serie um Frey & McGray von Oscar de Muriel. Den vierten Teil Im Bann der Fledermausinsel musste ich daher unbedingt lesen und mich gedanklich nach Loch Maree versetzen. Weiterhin ergänzten ein paar belletristische Romane meine Auswahl, die mich gedanklich an die Nord- und Ostsee führten. Enttäuschungen gab es im Januar nicht. Beim Betrachten meiner Leseliste habe ich zumindest meine Vorsätze, weiterhin Zeit mit guten Büchern zu verbringen, eingehalten. Laut Statista-Umfrage wird übrigens jeder fünfte Vorsatz gehalten und spätestens im April wurden die meisten nicht so ernsthaft verfolgten Vorsätze wieder über Bord geworfen.

Kommen wir damit also zu meinem nächsten Vorsatz: Wollte ich nicht auch wieder mehr Hörbücher hören? Da war doch was. Ein halbes Buch habe ich in der ersten Januarwoche gehört und werde wohl nochmal beginnen. Dabei war es absolut hörenswert, was Vera Teltz aus Alles, was wir sind von Lara Prescott vorlas. Die Stimme passt optimal zum Erzählstil. Für manche Hörbücher muss man sich die Zeit nehmen und sie genießen. Ich habe probiert, diesen Roman unterwegs zu hören. Die Konzentration wird dabei doch zu oft gestört. An meiner Zeitplanung fürs Hören muss ich definitiv etwas ändern. Die MP3-CD liegt jetzt auf dem Stapel Must-hear für Februar.

Lesen, vorlesen und zuhören

Nach einem turbulenten Dezember mit insgesamt 2.670 Reisekilometern genoss ich die überwiegend ruhige Zeit am heimischen Schreibtisch. Dabei habe ich einige Veranstaltungen geplant, habe aber auch zwei besucht. Am 13. Januar wurde ich als Lesepatin in die Denkendorfer Bücherei eingeladen. Die Kinder hörten eine Geschichte über den kleinen Major Tom und wie er durch ein Wurmloch eine Abkürzung im Weltraum fliegen kann. Gefährliche Reise zum Mars ist das fünfte von derzeit acht Abenteuern. Den 6-jährigen Kindern hat es gut gefallen und ich habe für das nächste Lesen wieder eine Einladung bekommen.

In der Bücherei bin ich ehrenamtlich tätig. Ich setze mich dafür ein, dass zum einen der Büchereibetrieb aufrecht gehalten werden kann und zum anderen, dass die Besucher auf lebendige Weise immer wieder neue Lesetipps erhalten. Leseförderung gehört für uns nicht nur am Vorlesetag dazu. Wenn ihr auch Lust auf eine engagierte Mitarbeit habt, schaut einfach mal auf die Webseite von Ehrenamt. Es gibt die verschiedensten Tätigkeiten nach Postleitzahlen sortiert.

Am 25. Januar war die Lesung mit Carmen Mayer, die ihren aktuellen historischen Roman Die Trossfrau vorstellte. Das Café mit der buchaffinen Inhaberin gibt uns regelmäßig Raum für Buchvorstellungen. Man sitzt dann gemütlich bei einem Heißgetränk und selbstgebackenem Kuchen zusammen und die Besucher lassen sich die Neuheiten vorstellen. Immer wieder kam dabei die Frage, ob nicht mal eine Lesung stattfinden könne. Mit Carmen Mayer hatten wir nun eine Autorin aus der Region mit ihrem aktuellen Roman eingeladen. Nie habe ich das Café so voll gesehen. Man müsste arg zusammenrücken, falls noch jemand Platz gesucht hätte. Mehr als zwei Stunden wurden wir unterhalten und durften unsere Fragen zu Recherche und Ideenfindung loswerden. Es war ein voller Erfolg.

Ausblick und neue Vorsätze

Je näher der März rückt, desto öfter treffe ich Messeverabredungen. Das war auch dieses Jahr wieder so. Bislang sieht der Plan für die Leipziger Buchmesse (12.-15. März) noch luftig aus. Am Donnerstag habe ich etwas eingetragen und für Freitag und Samstag das Frühstück gesichert. Sonntag hoffe ich wieder auf die blogger-sessions. Der großzügige Zeitplan ändert sich sicher, wenn am 18. Februar das Programm von Leipzig-liest veröffentlicht wird. Schon jetzt warte ich ungeduldig auf Programmpunkte. Ganz sicher werden es wieder turbulente vier Tage.

Heute findet der Crime Day in Hamburg statt. Welche Vorträge und spannende Informationen ich dort sammeln konnte, erfahrt ihr in einem separaten Bericht. Angekündigt sind Vorträge über Spannung, Ästetik, wahre Helden und Trends im Kriminalroman. Es diskutieren diejenigen, die es wissen müssen: Charlotte Link, Ellen Sandberg, Andreas Gruber und viele andere mehr. Am 9. Februar dürfen sich übrigens die Münchner auf diese Veranstaltung freuen.

Im März freue ich mich übrigens auf die Gala anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Speicherstadtmuseums in Hamburg. An diesem Abend lesen Anja Marschall, Lena Johannson und Petra Oelker aus ihren Romanen, die alle auch einen Handlungsort an den Fleeten haben. Die Veranstaltungen sind immer gut besucht und es empfielt sich, die Karten vorab zu reservieren telefonisch unter 040 / 32 11 91 oder per Mail an info@speicherstadtmuseum.de.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das gesprochene Wort derzeit nahezu unberücksichtigt bleibt. Gerade bereite ich nur einen Podcast mit Annette Wieners zu Das Mädchen in der Severinstraße vor. Meine Vorsätze bis zum nächsten Fazit sind also:

  • weiterhin gute Bücher lesen
  • mehr Hörbücher hören
  • Interviewpartner zum Podcasten finden