Mord zum Frühstück

Drei Verbrechen auf fast nüchternem Magen

Am Sonntag, 2. Juni 2019, lud der Bürgerverein Flottbek-Othmarschen zum mörderischen Katerfrühstück ins Restaurant & Café Moraba ein. In Hamburg war es ein sonniger, warmer Tag, der auch in der frühen Stunde einige Besucher zu den Lesungen lockte. Gelesen wurde aus Küstenwolf von Heike Meckelmann, Schönheitsfehler von Heike Wolpert und Die Giftmörderin Grete Beier von Kathrin Hanke.

Der Innenraum des Restaurant Moraba ist quasi für derartige Veranstaltungen gemacht. Man sitzt in gemütlicher Runde und hat eine Auswahl an leckeren Gerichten für jedes Hungerempfinden. Nach der Begrüßung durch Ute Frank vom Bürgerverein Flottbek-Othmarschen übernahm Anke Meyer die Moderation und kündigte zuerst den Ausfall von Heike Meckelmann an, die aus privaten Gründen verhindert war. Die vorgesehene Textstelle aus Küstenwolf las Kathrin Hanke. Als der Protagonistin der Atem stockte, war der Abschnitt leider zu ende. Das Buch wanderte also direkt auf meine Wunschliste.

Foto Facebook von Heike Wolpert

Es ging tierisch mit Schönheitsfehler von Heike Wolpert weiter. Vom gefährlichen Wolf wandten wir uns jetzt allerdings harmloseren Katzen zu. Gleich zu Beginn lernten wir Kater Socke kennen, der eingeschlossen in einer Katzentransportkiste ausgesetzt wurde. Erst eine andere Hauskatze kann ihn befreien. Schnell stolpern die beiden über eine Leiche und ermitteln auf die ihnen gegebene Weise. Neugierig geworden, was denn da passiert ist, wandere also auch dieser Krimi auf meine Wunschliste.

Den Abschluss dieser Lesung machte Kathrin Hanke mit dem True Crime Die Giftmörderin Grete Beier. Erst vor kurzem hatte ich die Lebensgeschichte von Elisabeth Wiese gelesen, weswegen ich natürlich gespannt auf eine weitere Kapitalverbrecherin des frühen 20. Jahrhunderts war. Auch dieser Kriminalfall ist eher ruhig, beschreibt ein wahres Leben und birgt doch so viel Erschreckendes. Das seinerzeit übliche Gesellschaftsporträt formt die Charaktere und lässt sie zu dem werden, weswegen sie angeklagt sind. Das Buch lässt es zu, ganz nah am Geschehen dabei zu sein, dass sich vor 111 Jahren in Sachsen abgespielt hat.

Die Auswahl war gelungen und sprach viele Krimifans an. Am Schluss wurden jeweils Fragen beantwortet und Einblick in die Entstehung der Bücher gegeben. Natürlich wurde auch viel signiert. Nach rund zwei Stunden spazierten wir mit neuen Eindrücken an der Elbe entlang nach Hause. Das nächste mörderische Katerfrühstück werden wir auf jeden Fall wieder besuchen.


Die Verlinkungen führen zur Homepage des Gmeiner Verlags, wo man die Bücher natürlich bestellen kann. Nach §5 TMG informiere ich darüber, stelle diese Information aber völlig unentgeltlich zur Verfügung. Ebenso verhält es sich mit dem Bürgerverein Flottbek-Othmarschen und dem Restaurant & Café Moraba.

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