Sprechen wir über die 44 Scotland Street

Auf dem Edinburgh Book Festival 2018 hatte ich die Gelegenheit, ein paar Minuten mit Alexander McCall Smith zu plaudern. Das nutzte ich natürlich, um mit ihm über die Bewohner der Scotland Street zu sprechen. Die inzwischen zwölfteilige Serie ist leider nur bis zum dritten Band auf Deutsch übersetzt, weswegen sie bei uns nicht so bekannt ist. Das ist schade, weil im Wohnhaus mitten in Edinburgh eine Menge passiert, das vor allem der siebenjährige Bertie mit sehr viel Pragmatismus und trockenem Humor ins rechte Licht rückt.

Während der einstündigen Veranstaltung stellte uns der schottische Autor seine neuen Projekte vor und las das fünfte Kapitel aus dem dreizehnten Buch über die Scotland Street vor. Der Wunsch so vieler Leser, weniger über Irene zu lesen, geht in Erfüllung. Sie wird in Aberdeen ihren Doktor machen. Das dauert gewiss eine Zeit, die Bertie jetzt mit seiner Großmutter verbringt. Aber, ob die neben ihrer Bäckerei Pies for Protestants noch genügend Zeit für die Betreuung ihres Enkels findet?

Jährlich freue ich mich schon darauf, wenn wieder eine neue Ausgabe der Scotland Street erscheint. Es ist dann, als würde ich Neuigkeiten von alten Bekannten erfahren. Manche Fragen stellen sich dennoch. Wer gäbe einen guten Freund ab und wieso wurde aus der Kolumne überhaupt die am fortdauerndsten Serie in einer Tageszeitung? Das und mehr habe ich nach der Lesung gefragt und die Antworten hört ihr im

Podcast

Angekündigt wurde eine neue Krimiserie mit einem skandinavischen Ermittler. Sein Name ist Ulv Wolf. Klingt normal, oder? Ulv ist übrigens das dänische Wort für Wolf. Genau genommen heißt er also Wolf Wolf. Wenn der Name Programm ist, können wir uns auf einiges freuen. Zusätzlich bekam der Ermittler noch einen tauben Hund an die Seite gestellt, der aber von den Lippen lesen kann – falls man Schwedisch spricht.

Mehr Informationen findet ihr auf der Homepage des Autors.


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© Christian M. Weiss

Alexander McCall Smith, Jahrgang 1948, wuchs in Zimbabwe und Schottland auf und lebt in Edinburgh mit seiner Frau, zwei Kindern und einer Katze. Er war bis vor kurzem Professor für Medizinrecht. Der erklärte Musikliebhaber spielt das Fagott, unter anderem im „Really Terrible Orchestra“, das er mit gegründet hat – allerdings, wie er einräumt, nicht das ganze Fagott, weil er die schrillen Töne nicht leiden kann und deshalb meist beim hohen C aufhört. Das ist seiner Meinung nach aber völlig ausreichend. Er veröffentlichte zahlreiche Fach- und Kinderbücher, bevor ihm mit der „The No. 1 Ladies‘ Detective Agency“ und der Krimi-Reihe mit Isabel Dalhousie Welterfolge gelangen. Die Romane dieser Reihe werden in 42 Ländern veröffentlicht. (Quelle: Randomhouse)


Während unseres Besuchs in Edinburgh haben wir natürlich auch einen Abstecher in die Scotland Street gemacht. Hier seht ihr, wo Bertie, Domenica und Bruce wohnen würden, wenn es denn die 44 wirklich gäbe.

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