Zwei Schicksale durch ein Buch verbunden

#Anzeige# Dieses Buch gehört zur Kampagne Hello Sunshine des Blanvalet Verlags. Insgesamt werden in diesem Jahr zwölf Bücher mit dem gelben Aufkleber versehen und in drei Booklets vorgestellt. Aus rechtlichen Gründen muss ich meine Rezensionen ebenfalls kennzeichnen. Es wird meine Meinung allerdings nicht beeinflussen.

Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni

Bücher übten auf Sofia schon immer eine Faszination aus. Viele Jahre arbeitete sie in einer Bibliothek, bis ihr Ehemann vorschlug, sie solle sich stattdessen um ihr Zuhause kümmern. Doch die Ehe ist nun am Ende und Sofia sucht Trost bei den Büchern. In einem Antiquariat fällt ihr ein in rotes Leder gebundenes Buch auf, das zwar in einem schlechten Zustand ist, aber mit ein wenig Kenntnis über Buchbinderei erhalten werden kann. Das Buch ist aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurde offenbar von einer ebenfalls unglücklichen Frau gemacht. In einem Geheimfach findet Sofia einen Brief von Clarice von Harmel, der ihre Neugier weckt. Es geht darin um den zu seiner Zeit viel gelesenen Schriftsteller Christan Philipp Fohr. Sofia ahnt, dass dieses Buch nur ein Teil der Trilogie sein kann und begibt sich auf die Suche nach den beiden anderen Büchern.

Cristina Caboni hat ihre Leser bereits drei Mal in die südlichen Gefilde Europas geführt. Auch dieses Mal platziert sie ihre Geschichte in Italien, Wien und München. Sie lässt dabei zwei Frauen über ihre Lebenssituation berichten, die starke Parallelen aufweisen. Beide sind unglücklich verheiratet und verliebt in einen anderen. Beide suchen Trost, indem sie sich mit Bücher beschäftigen. Trotz der Ähnlichkeit haben beide allerdings auch Merkmale, die sie unverwechselbar machen. Sie sind Kinder ihrer Zeit, was vor allem bei den Erwartungen der Familie verdeutlicht wird.

Das Spannende ist allerdings, wie sie ihre Situation verändern wollen. Bis es so weit ist, präsentiert uns die Autorin, was wir am liebsten haben: Bücher. Der Geruch alter Seiten und das Knistern beim Umblättern wird durch die bildhafte Sprache spürbar und ist plötzlich so präsent, als sei man selbst in der Buchhandlung in Rom. Die beschreibende Sprache ist eindeutig die Stärke dieses ansonsten leisen Romans. Nach wenigen Seiten ist man gedanklich in Rom und sucht einen schattigen Patio, um sowohl Clarice als auch Sofia auf ihren Wegen zu begleiten. Auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz.

Der wohl schönste Satz verbirgt sich in einem Gedicht: „… so pflanzt du einen eigenen Garten anstatt auf jemanden zu warten, der dir Blumen bringt.“ Ebendiese Einflechtungen verlangen, dass man sich immer wieder die Zeit nimmt, das Gelesene Revue passieren zu lassen und danach erst den nächsten Abschnitt genießt. Die Briefe von Clarice sind sprachlich angepasst. Temporeicher geht es bei der Suche der antiken Bücher in der Gegenwart zu. Beides zusammen ergibt eine unterhaltsame Mischung, die mich für sich einnehmen konnte.

Leseprobe

Bei Franzi liest gibt es auch eine begeisterte Äußerung zu diesem Roman.


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© Paola Leoni

Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.

 


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  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • erschienen am 20. August 2018
  • ISBN-13: 978-3734105845
  • Originaltitel: La Rilegatrice dei libri proibiti

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