Drei Autoren im Gespräch

Nach den Lesungen der Kriminacht der unabhängigen Verlage am 14. Oktober in Frankfurt/Main hatte ich die Gelegenheit

  • Marion Henneberg (Der achte Rabe)
  • James Holin (Tod in Deauville)
  • Olaf Jahnke (Tod eines Revisors)

ein paar Fragen zu stellen. Es kamen dabei ein paar tolle Informationen und natürlich Einblicke ins Autorenleben heraus.

Folie11Marion Henneberg plauderte mit mir über ihren Genrewechsel vom historischen Roman zum spannenden Krimi. Seit Erscheinen der Tochter des Münzmeisters, also seit 2009, bin ich Fan ihrer Erzählkunst. So war es nur konsequent, dass ich auch den Raben näher ansah. Aber, warum nur der Wechsel? „Lesegewohnheiten ändern sich“, berichtete die aus Goslar stammende Autorin, die mit dem Krimi etwas Neues ausprobieren wollte. Recherche, Schreibeweise und Handlungsaufbau ähneln sich nur wenig, sodass hier eine Herausforderung entstand. Die Handlungen sind mehr auf das Psychologische ausgerichtet. Jede Figur hat ein Vorleben und damit seine Last zu tragen. Ihre Reaktionen können überraschen und Geheimnisse verschleiert werden. Ich finde die Umsetzung gelungen und warte auf weitere Krimis von Marion.

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Mit James Holin erinnerte ich mich an meine Zeit in der Normandie. Die Region Frankreichs, die auch „Monaco des Nordens“ genannt wird, bot mir einige Zeit ein Zuhause und James lässt im Küstenort Deauville kriminelle Vorgänge stattfinden. Täglich früh morgens schreibt er eine Stunde an den Fällen seines surfenden Commissaire und verleiht ihm eine Portion Humor gepaart mit Scharfsinn. „Geplant sind drei Krimis in dieser Reihe“, plauderte der sympathische Franzose. Es wird um drei verschiedene Personen gehen, deren Zusammenhang erst am Ende der Trilogie zu erkennen ist. Dann kann ich nur sagen:  „A bientôt, Monsieur Holin.“

Folie10Den Fotograf, Kameramann und Autor Olaf Jahnke musste ich natürlich nach seiner Motivation fragen, Krimis im Bereich der Krankenpflege zu schreiben. Nach dem Tod eines Revisors muss sein Protagonist Roland Bernau im zweiten Fall die Patientenrache aufklären. „Nach Podiumsdiskussionen mit Klinikleitungen zum Thema Qualitätsmanagement wird man schon nachdenklich“, verriet mir der Wahlhesse. In seinen Büchern will er auf die Veränderungen in diesem Bereich des menschlichen Lebens hinweisen und nebenbei Informationen darüber vermitteln. Unter diesem Gesichtspunkt erwarte ich natürlich erst recht den dritten Fall für Herrn Bernau, der voraussichtlich im März 2018 erscheint.


Die Gespräche waren das Tüpfelchen auf dem i der Veranstaltung. Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben. Jedes einzelne hat mir großen Spaß gemacht und natürlich gibt es auch die Rezensionen zu den Büchern.

 

 

 

5 Gedanken zu “Drei Autoren im Gespräch

  1. Kerstin schreibt:

    Ich glaube die Krimis von James Holin wandern direkt auf meine Wunschliste. Ein surfender Kommissar gefällt mir. Ich habe echt was verpasst. Das lese ich im Netz und bei dir grad immer wieder. Ich muss mal auf Langzeit Planung für 2018/2019 gehen und mir die Buchmessen schon mal in den Kalender und in den Dienstplan eintragen 😉
    LG Kerstin

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