„Nun habe ich mit dem Wissen von heute dafür gesorgt, dass niemals wieder gestern sein wird.“

Wenn gestern unser morgen wäre von Kristina Moninger

Sara ist erfolgreiche Mitarbeiterin in einer Unternehmensberatung. Nach ihrer Präsentation, wie eine Firma sehr viel Geld sparen kann, ist ihr die Beförderung sicher. Allerdings verlieren danach auch 300 Menschen ihre Arbeit und die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Saras Gewissen meldet sich aber nur kurz. Sie stürzt sich ins Partygetümmel und feiert wie schon lange nicht mehr. Ihr Freund Oliver ist nämlich stets auf eine perfekte Außenwirkung bedacht, aber heute Abend nicht mit dabei. Vielleicht ist das der Grund, warum Sara mit dem Feuer spielt, einen Moment all ihre Verpflichtungen vergisst und durch den lebenslustigen Barkeeper Matt eine ganz andere Sicht auf das Leben erhält. Matt findet Sara so heiß, dass er sie nur noch Sahara nennt. Aber was ist mit Oliver, der ihr ausgerechnet jetzt einen Heiratsantrag macht? Welcher Weg ist der richtige? Bevor Sara hier eine Entscheidung treffen kann, hat sie einen Unfall und findet sich im Krankenhaus wieder – zehn Tage früher.

Kristina Moninger spielt in ihrem zweiten Roman „Wenn gestern unser morgen wäre“ mit der Möglichkeit, begangene Fehler zu korrigieren. Ihre Protagonistin hat alles im Leben erreicht. Die 29jährige bildet mit ihrem Freund Oliver ein wahres Powerteam. Leider kommt es zwischen den beiden auch nach fünf Jahren immer noch nicht zum Gespräch über eine gemeinsame Zukunft. Sie gehen distanziert miteinander um. Auch zu ihrer Mutter und Schwester hat Sara ein abgekühltes Verhältnis. Als ihre Schwester Emma ihr offenbart, dass sie ein behindertes Kind bekommen wird, rät Sara ihr ohne weiteres Nachdenken zur Abtreibung. Dabei wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine harmonische Familie.

Sara erfüllt Zeit ihres Lebens die Erwartungen anderer. Ihre Mutter möchte lieber, dass sie BWL studiert statt Psychologie, ihre Schwester lebt ihr ein perfektes Leben vor und Oliver benötigt jemanden, der zu ihm aufsieht. Kritik seitens ihres Bruders über Langeweile in ihrem Leben dringt nicht zu ihr durch. Anstoß zur Änderung gibt erst die gemeinsame Zeit mit Matt, der in der Handlung den Gegenpol darstellt. Matt lebt sein Leben wie es gerade kommt. Er ist um seine Mitmenschen besorgt und tut, was er kann, damit diese ein bisschen Hilfe bekommen. Der Barmann ist tagsüber Altenpfleger und zeigt Sara so, welchen Sinn ein Leben noch haben kann.

Aus Saras Sicht ist die Nacht mit Matt ein Fehler, den sie wohl in ihrer Zukunft bereuen wird. Sie bekommt die Chance, die letzten zehn Tage noch einmal zu leben und eben durch ihr Wissen die Ereignisse in eine andere Bahn zu lenken. Stellt man sich als Leser eben diese Situation vor, wird wohl jeder irgendetwas finden, was er ändern würde. Sara hat gleich mehrere Aufgaben. Sie will sich für das ungeborene Kind ihrer Schwester einsetzen, eine andere Lösung für die 300 Menschen finden, Oliver heiraten und den Unfall ihres Neffen vermeiden. Am einfachsten geht das, wenn sie Matt nicht wiedersieht. Aber das ist schwieriger als gedacht. Das Schicksal lässt sich offenbar nicht so planen, wie man es braucht. Nachvollziehbar und plausibel erklärt werden hier die veränderten Handlungen zusammengefügt, sodass in der Zukunft immer noch Überraschungen möglich sind. Ein dazu passender Erzählstil lässt das Buch kaum noch aus der Hand legen, bis man zufrieden seufzend die letzte Seite gelesen hat. Aber so leicht macht es sich Sara nicht. Sie will Fehler vermeiden und wiederholt sie stattdessen. Immerhin bleibt es so spannend bis zum Schluss.

Leseprobe: Hier herunterladen!

Taschenbuch: 300 Seiten
Verlag: FeuerWerke Verlag
erschienen am 28. Juni 2017
ISBN-13: 978-3945362297


Autorenfoto-Kristina-Moninger-klKristina Moninger wurde 1985 in Würzburg geboren und har eine glückliche Kindheit in einem kleinen Dorf auf dem Land verbracht, in dem sie auch heute noch mit Mann, Kindern und Hund lebt. Nach einer kaufmännischen Ausbildung schloss sich ein Übersetzerstudium an. Dieses hat erstaunlicherweise nicht nur fremde Sprachen, sondern besonders die eigene Muttersprache lieben gelehrt und war letztlich der Auslöser dafür, eine langgehegte Idee auf Papier zu bringen.

Mehr erfahrt ihr auf der Homepage von Feuerwerke-Verlag.

 


 

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